Gewährleistungsmarke setzt Standards in der Ausbildung im 3D-Druck

Berlin, 12. Juni 2019 Verband 3DDruck e.V. Berlin und Kunststoff-Institut Lüdenscheid entwickeln erste europäische Gewährleistungsmarke für Ausbildung in zukunftsweisender Technologie. Bildungsträger können Standard zertifizieren lassen.

Der industrielle 3D-Druck ist aus der modernen Fertigungstechnologie nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl industriell genutzter Produkte wird heute generativ hergestellt. Es gibt zahlreiche angewendete Verfahren und genutzte Materialien. Es fehlt jedoch an verbindlichen und einheitlichen Standards für die Ausbildung für die, die in diesem Bereich tätig sind. Auf Initiative des Verbands 3DDruck e.V. kann die Ausbildung nun professionalisiert werden. Gemeinsam mit dem renommierten Kunststoff-Institut Lüdenscheid sind Kriterien und Mindeststandards definiert und mit der ersten Gewährleistungsmarke im 3D-Druck europaweit eingetragen.

Dr. Markus Wiedemann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und zuständig für Recht freut sich über diesen Erfolg: „Wir zeigen mit der Gewährleistungsmarke einmal mehr unsere gesellschaftliche Aufgabe. Bildung ist von Beginn unserer Arbeit an eines unserer Schwerpunktthemen.“

Mit diesem europäischen Markenschutz werden Waren oder Dienstleistungen bestimmte Qualitätskriterien und Standards zugeschrieben. Dazu gehören zum Beispiel Material, Herstellung oder Qualität einer Dienstleistung. Bildungsträger können ab sofort einen Basislehrgang zur Ausbildung von Fachkräften in der additiven Fertigung lizenzieren lassen und das Siegel „Verband 3DDruck 3D zertifiziert“ nutzen.

Schwerpunkte sind die Verfahrens-, Anlagen- und Werkstofftechnik, die Konstruktion 3D-gedruckter Teile sowie Aspekte der Qualitätssicherung. Nach vier Wochen mit Theorie- und Praxiselementen schließt die Ausbildung mit einem Test und qualifiziertem Zertifikat ab.

„Ziel muss es sein, dass die Teilnehmer am Ende des Lehrganges als Experten für 3D-Druck den Prozess selbständig definieren, planen, realisieren, überwachen und optimieren können“ sagt Torsten Urban, Leiter der Ausbildung im Kunststoff-Institut Lüdenscheid.

Verband 3DDruck e.V.: Der Verband 3DDruck e.V. ist die Interessenvertretung aller Akteure rund um die 3D-Druck-Technologie im deutschsprachigen Raum. Er hat eine herstellerneutrale und verfahrensübergreifende, holistische Ausrichtung. Seit knapp drei Jahren befasst sich der Verband branchenübergreifend mit den Themen Forschung, Bildung, Recht, Normung und Nachhaltigkeit. Der Verband bündelt die Interessen der Hersteller, der forschenden Institute und der Anwender, um sie gegenüber der Politik zu vertreten und um einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zu dieser Zukunfts-Technologie zu fördern.

Ansprechpartner: Birgit Dirks | Telefon 030 55 57 02 97 | www.verband3ddruck.berlin | birgit.dirks@verband3ddruck.berlin

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