Arbeitsgruppen – Herzstück des 3DKonzept-Labs

Grundgedanke 3DKonzept-Labs ist das selber Gestalten. Dazu wird es die folgenden fünf Arbeitsgruppen geben, in denen die Teilnehmer gemeinsam Visionen und Konzepte erarbeiten.

1. Thema Recht: Mord in 3D

Moderator: Dr. Markus Wiedemann, Rechtsanwalt und Finanzvorstand im Verband 3DDruck
Co-Moderator und Impulsgeber: NN

Daten sind der Rohstoff der Informationsgesellschaft. Die 3D-Technologie macht immer größere Fortschritte: Prothesen werden gedruckt, Knochen, demnächst Organe und Haut. Viel Geld ist im Spiel und kann verdient werden. Das verspricht viel Spannung, wenn Kriminelle das Recht am eigenen Datensatz verletzen und die beiden kongenialen Thiel und Boerne im Münster-Krimi ermitteln. Arbeiten Sie mit auf dem 3DKonzept-Lab und denken Sie sich einen Tatort-Plot aus, den wir dem WDR anbieten.

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2. Thema Gesundheit: Medizinisches 3D-Druck-Versorgungszentrum

Moderatorin: Dr. Andrea Lietz-Partzsch, Augenärztin, Gesundheitsökonomin B.I. und Ressortleiterin Gesundheit, Medizin und Lebensqualität im Verband 3DDruck
Moderatorin und Impulsgeberin: Kristin Alheit – angefragt – , Sozialministerin Schleswig-Holstein a.D.

Orthopädie, Zahnersatz, Brillen – all das gibt es in 3D-Druck. Ein solches Zentrum könnte die Patientenversorgung in jedem Krankenhaus individualisieren und optimieren. Denken Sie bitte darüber nach, wie eine solche medizinische 3D-Versorgungseinheit als Pilotprojekt optimal funktionieren könnte, wen und was man dafür benötigt und welche Vorteile diese 3D-Druckeinheiten im Gegensatz zur konventionellen Versorgung haben könnten. Das Konzept präsentieren wir im Bundesgesundheitsministerium.

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3. Thema Bildung: Impulse für eine überregionale Bildungsplattform

Moderatorin und Impulsgeberin: Monika Ruhkopf, Country Management pro3D, Vorstand „Arbeit Zuerst e.G.“ und Mitglied im Verband 3DDruck
Moderator: NN

Viele Institutionen beschäftigen sich mit der Aus- und Weiterbildung im Bereich 3D-Druck. Doch Kursangebote werden schlecht besucht und es fehlen Berufsbilder oder verbindlich ergänzende Studieninhalte. Zugleich werden teure 3D-Drucker angeschafft, die in den Unternehmen nicht oder kaum genutzt werden. Ein Dilemma! Viele Hochschulen befassen sich mit dem Thema und arbeiten an praxisbezogenen Projekten: An der Uni Gießen an druckbaren Nanopartikeln zum Programmieren von Materialeigenschaften, an der Uni Dresden am Aerosolsprühkopf zur Erweiterung von Materialeigenschaften oder an der Uni Dortmund zum Einsatz in der Verpackungsindustrie. Doch werden die Aktivitäten koordiniert oder die Ergebnisse ausgetauscht? Ist eine solche überregionale Plattform dringend erforderlich und wie müsste diese organisiert werden? Ist mit zertifizierten Lehrgängen kurzfristig die Definition von Berufsbildern zu erreichen? Diskutieren Sie mit dem Vorstand der Initiative „Arbeit Zuerst e.G.“, die sich mit der praktischen Aus- und Weiterbildung von 3D-Druckfachkräften beschäftigt und sowohl Druckerhersteller als auch Anwender an einen Tisch bringt.

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4. Thema Innovation: Neue Technologie! – Neue Führung?

Moderator: Professor Dr. Christoph Schönfelder, Experte für Personal- und Organisationsentwicklung
Moderatorin und Impulsgeberin: Judith Distelrath, ACEO/Wacker Chemie

Die Arbeitswelt 4.0 erzeugt Verunsicherung: Gehen Arbeitsplätze verloren? Wie kann der Einzelne mit der neuen Technologie umgehen? Werden unsere Produkte überflüssig? Wird unser Unternehmen das überleben? Mit welchen Strategien, welchen Learnings, welchen Prozessen, Führungskräften und Mitarbeitern gelingt es, durch 4.0 Technologien den erfolgreichen deutschen Mittelstand weiter auf der Innovationsspur zu halten. Hat 3D-Druck gar das Potenzial, ein neues Qualitätssiegel „Made in Germany“ zu werden?

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5. Thema Synergien: 3D-Druck- und Blockchain-Technologien verzahnen

Moderator: Marcus Ewald, Vorsitzender des Beirats im Bundesverband Blockchain und Mitglied im Beirat Verband 3DDruck.
Moderator und Impulsgeber: Christopher Nigischer, Managing Partner Chainstep

Amerikanische Flugzeugträger sollen in Zukunft viele relevante Ersatzteile direkt auf dem Schiff drucken. Doch gerade bei Militärtechnologie wäre jede Manipulation ein Sicherheitsrisiko. Deshalb setzt das Naval Innovation Advisory Council der USA in Zukunft darauf, 3D-Druck und Blockchain-Technologie zu verbinden. Gerade in der Industrie 4.0 sind weitere derartige Verknüpfungen denkbar: Die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Secure Additive Managing Plattform (SAMPL) wird gerade von einem Konsortium aus Universitäten und Unternehmen entwickelt. Co-Moderator Christopher Nigischer gehört diesem SAMPL-Team an. Um Antworten zu entwickeln zu IT-Sicherheit, Datenschutz, Urheberrechtsschutz, Produktsicherheit, Produkthaftung und vielen weiteren Themen. In diesem Workshop sollen Ideen und modellhafte Ansätze entwickelt werden: Wer sind die geeigneten Partner? Was gilt es, bei diesen Kooperationen zu beachten? Welche Win-Win-Situationen gibt es?

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